Liebe Flugradfreunde,

Gustav Mesmer wurde 1903 in Altshausen / Oberschwaben geboren. Aufgewachsen ist er in einer Großfamilie,

als sechstes von zwölf Kindern. Im vierten Schuljahr wurde seine Kindheit durch eine Krankheit jäh unterbrochen. Früh musste er die Schule verlassen und auf Gutshöfen arbeiten. Seine Bewerbung um die Aufnahme in ein Kloster hatte im Benediktinertum Beuron Erfolg – sechs Jahre blieb er dort. Sein Wunsch nach Ablegung der ewigen Profess wurde ihm aber verweigert. Er schreibt später darüber: „In Kloster Beuron hielt ich sechs Jahre aus, bis alle Himmelsherrlichkeit zerfiel.“ Bei einem Sonntagsspaziergang kam er an der Altshausener Kirche vorbei, wie von Sinnen war er hineingestürmt und hatte eine Predigt gehalten – vor versammelter Gemeinde. „Ein religiöser Unfall”, meint Mesmer später dazu. Der hinzugerufene Arzt wusste nichts Besseres, als den jungen Mann in stationäre Behandlung zu schicken. Nach einer jahrzehntelangen Odyssee durch zahlreiche Anstalten kommt er erst 1964 in ein Altersheim nach Buttenhausen. Hier arbeitete er 30 Jahre als Korbflechter und widmet sich ganz seiner Passion: Gustav Mesmer entwirft Flugfahrräder, die mit Muskelkraft betrieben, einen „kleinen Flugverkehr” von Dorf zu Dorf ermöglichen sollen. Weihnachten 1994, kurz vor seinem 92. Geburtstag, ist Gustav Mesmer gestorben.
1996 wurde die Gustav Mesmer Stiftung gegründet, mit dem Zweck, das Lebenswerk von Gustav Mesmer zu erhalten und in Ausstellungen, Veröffentlichungen und mit dieser Internetseite den interessierten Flugradfreunden zur Verfügung zu stellen. Bis Ende 2017 wird die Stiftung ein vollständiges Werkverzeichnis erstellen, das dann in einem Buch und über diese Internetseite veröffentlicht wird.

Wir benötigen dringend Unterstützung bei der Erhaltung des Werkes. Der Zahn der Zeit nagt ordentlich an den
Objekten, so bieten wir Patenschaften für Flugfahrräder, Schwingenfluggeräten und Musikinstrumenten an.
Weitere Informationen dazu finden Sie bei den Projekten.

 

Mit herzlichen Grüßen,

Stefan Hartmaier und Martin Mangold